Windpark Gahrenberg

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Ein gemeinsames Projekt von
ABO Energy

 

Der Energiedienstleister GGEW AG und der Projektentwickler ABO Energy haben als Bietergemeinschaft bei einem Ausbietungsverfahren von HessenForst im Jahr 2016 einen Zuschlag für die vom Land Hessen ausgewiesene Windenergievorrangfläche am Gahrenberg nordöstlich von Kassel erhalten.

Es ist eines der größten Windvorranggebiete, die in Hessen für die Windenergienutzung vorgesehen sind. Die Bietergemeinschaft vereint die 30-jährige Erfahrung mit rund 900 errichteten Windkraftanlagen von ABO Energy mit der hohen Kompetenz der GGEW AG in der Geschäftsführung von Windparks.

Entwicklung
Aktueller Status
Genehmigungs-verfahren
Bauvorbereitung
Errichtung
Betrieb

Aktuelles

Februar 2026: Update zum Windpark Gahrenberg

Die Detailplanung für den Windpark Gahrenberg wurde wieder aufgenommen. Derzeit wird in enger Abstimmung mit HessenForst das Anlagenlayout erarbeitet. Darüber hinaus sind die ersten fachlichen Gutachten – insbesondere im Bereich Naturschutz – beauftragt worden. Parallel dazu hat das Projektteam die Vorbereitungen für die erneute Antragstellung begonnen.

Juli 2025: Website derzeit in Überarbeitung

Aufgrund der Anpassungen der Flugrouten des Flughafen Kassel an internationale Vorgaben überarbeiten ABO Energy und GGEW derzeit die Pläne für den Windpark Gahrenberg.

23. Juli 2019: Weitere Verzögerung bei der Antragstellung

Da die Abstimmung zur Flugsicherung noch nicht abgeschlossen ist, verzögert sich die ursprünglich auf Mitte 2019 terminierte Antragstellung noch einmal.

Wir informieren Sie auf dieser Website, sobald ein neuer Starttermin für das Genehmigungsverfahren feststeht.

14. Dezember 2018: Antragstellung Mitte 2019 geplant

Es hat sich gezeigt, dass weitere Abstimmungen bezüglich der Flugsicherung notwendig sind. Das Ziel, die Genehmigung noch im Jahr 2018 zu beantragen, lässt sich daher nicht erreichen. Wir planen nunmehr, Mitte 2019 einen Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium Kassel einzureichen.

Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dieser Website auf dem Laufenden.

3. Juli 2018: Windpark Gahrenberg soll kleiner werden

Windpark Gahrenberg soll kleiner werden

  • Bietergemeinschaft reduziert die Zahl der geplanten Windkraftanlagen
  • Südlicher Teil des Planungsgebiets zu nahe am Flughafen Kassel
  • Antrag soll Ende des Jahres eingereicht werden
  • Ausgezeichnete Windverhältnisse und gut mit Naturschutz vereinbar

(Reinhardshagen/Bensheim/Wiesbaden, 03. Juli 2018) Der Windpark Gahrenberg im Reinhardswald nordöstlich von Kassel wird kleiner als ursprünglich vorgesehen. Die Bietergemeinschaft aus ABO Energy und GGEW AG hat die Planungen des Windparks von 20 auf maximal zehn Windkraftanlagen reduziert. „Der Grund ist die Nähe des Eignungsgebiets zum Flughafen Kassel“, erklärt Georg von Aretin, ABO Energy-Planungsleiter Hessen. „Unsere Gutachten haben ergeben, dass im südlichen Teil des Gebietes bei Hann. Münden keine Windkraftanlagen realisierbar sind. Im nördlichen Teil finden bis zu zehn Windkraftanlagen Platz, und diese möchten wir auch bauen.“ Die Bietergemeinschaft führe aktuell Gespräche mit der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Kassel. Dort soll der Genehmigungsantrag Ende dieses Jahres eingereicht werden.

Ursprünglich sollte der Antrag schon Anfang 2018 gestellt werden, der Zeitplan verzögerte sich wegen tiefgehender Untersuchungen zur Luftfahrt jedoch um rund ein Jahr. „Nun kommen auch Anlagen der neuesten Generation in Frage, die in der damaligen Planung noch nicht verfügbar waren, und die deutlich mehr Strom produzieren“, sagt von Aretin.

Seit dem Frühjahr 2017 führt die Bietergemeinschaft Windmessungen am Standort durch. Wegen der Größe des ursprünglichen Gebietes wurden zusätzlich zu einem Messmast drei LiDAR-Geräte aufgestellt. Während der Mast noch bis Anfang nächsten Jahres stehen soll, werden die LiDAR-Geräte im Spätsommer abgebaut. „Die umfangreichen Messungen geben uns genauen Aufschluss über die Windverhältnisse am Gahrenberg“, sagt Florian Grob, Leiter Erneuerbare Energien bei der GGEW AG. „Es ist schon zu erkennen, dass es sich um einen sehr guten Windstandort handelt.“

Ein zentraler Aspekt des Genehmigungsverfahrens ist der Naturschutz. Unabhängige Gutachter haben das Gebiet ein Jahr lang auf mögliche Konflikte mit zahlreichen Tierarten hin untersucht, die Gutachten werden aktuell erstellt. „Die Untersuchungen legen nahe, dass der Standort gut mit dem Naturschutz vereinbar ist“, erklärt von Aretin.

Anfang 2019 soll dann das Genehmigungsverfahren beginnen, in dessen Verlauf die Antragsunterlagen für alle Interessierten offengelegt werden. Nach Erhalt der Genehmigung wird sich die Bietergemeinschaft in einer Ausschreibung um die Vergütung des erzeugten Stroms bewerben. Wenn die Vergütung gesichert ist, kann der Windpark im Jahr 2020 gebaut werden und ans Netz gehen.

Karte des geänderten Plangebietes als pdf-Datei (8 MB)

Pressemitteilung als pdf

16. Mai 2017: Infomesse Windenergie Gahrenberg 

ABO Wind und GGEW AG stehen Rede und Antwort zum Windpark Gahrenberg

  • Bis zu 20 Anlagen im südlichen Reinhardswald geplant
  • Rund 130 Bürger besuchen Infomesse zum Windpark
  • Website www.windpark-gahrenberg.de hält Anwohner auf dem Laufenden

(Reinhardshagen/Bensheim/Wiesbaden, 16. Mai 2017) Bis der Windpark Gahrenberg nordöstlich von Kassel ans Netz geht, dürften noch gut zwei Jahre vergehen. Dennoch informierte die Bietergemeinschaft aus ABO Wind und GGEW AG schon jetzt über die Planungen der bis zu 20 Anlagen im Reinhardswald, um von Anfang an einen Dialog auf Augenhöhe mit den Bürgern der Region zu führen. Viele Anwohner nahmen diese Gelegenheit wahr: Rund 130 Besucher fanden sich am vergangenen Donnerstag zur Infomesse "Windenergie am Gahrenberg" in der Wesertalhalle in Reinhardshagen ein.

ABO Wind und GGEW AG präsentierten auf einer Posterausstellung den Stand der Planung, etwa das aktuelle Parklayout, Abstände zu den Siedlungen, Schall, Schattenwurf und Windmessung und boten allgemeine Informationen zum Windparkbau im Wald und zur Energiewende. Vertreter des Hessen-Forstes informierten über die Waldstruktur und die forstwirtschaftliche Nutzung des südlichen Reinhardswaldes, in dem das Vorranggebiet liegt. Carsten Mauritz von der Hessen-Agentur erläuterte an einem Infostand die hessischen Energieziele und ihre Umsetzung. Heiko Köstermeyer vom Gutachterbüro Simon & Widdig erklärte interessierten Besuchern, welche naturschutzfachlichen Untersuchungen am Standort unternommen werden.  

"Wir möchten, dass die Bürger der Region von Anfang an über unsere Planungen Bescheid wissen und uns auch als Ansprechpartner kennenlernen", erläuterte Georg von Aretin, ABO Wind-Planungsleiter Hessen, den Zweck der Infomesse. "Wir sind in einem früheren Planungsstadium und manche Details werden sich bis zum Genehmigungsantrag noch ändern. Unsere Bietergemeinschaft wird die Bürger auf dem Laufenden halten – über unsere Website www.windpark-gahrenberg.de und auf weiteren Veranstaltungen." Carsten Hoffmann, Vorstand der GGEW AG, sagte: "Für uns als kommunales Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung, die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen und ihnen auch die übergeordneten landespolitischen Hintergründe der Regionalplanung zu erläutern. Daher setzen wir von Anfang an auf eine offene Kommunikation bei diesem Projekt und auf einen konstruktiven Dialog, auch mit den Windkraftgegnern."

Viele Besucher unterhielten sich lange mit den anwesenden Experten über die verschiedenen Themen der Windparkplanung. "Ich finde es gut, dass ich mich hier informieren kann, wie es mit dem Windpark am Gahrenberg weitergeht", sagt Hubert Zetzmann aus Reinhardshagen. "Ich konnte mir alles in Ruhe ansehen und viele Fragen stellen." Beim Thema Windenergie im Wald bleiben hitzige Diskussionen zwar nicht aus, aber auch für diese bietet die Infomesse Raum. Der sachliche Austausch stand bei den meisten Gesprächen klar im Vordergrund.

Die Bietergemeinschaft hat vor wenigen Wochen einen Windmessmast am Gahrenberg errichtet, der mindestens ein Jahr lang die Windgeschwindigkeit ermitteln wird. Zusätzlich werden in den kommenden Monaten Fachgutachten erstellt, unter anderem zu Natur- und Denkmalschutz, sowie die technische Planung konkretisiert, zum Beispiel Anlagentyp, Zuwegung und Netzanschluss. Wie sich die geplanten Anlagen auf das Landschaftsbild auswirken, zeigen so genannte Visualisierungen: Fotomontagen, die von verschiedenen Orten in der Umgebung aus perspektivisch korrekt verdeutlichen, wie der realisierte Windpark aussehen würde.

Nach der Einreichung des Genehmigungsantrags im nächsten Jahr können sich interessierte Bürger alle Antragsunterlagen im Rahmen der Offenlage ansehen und Einwendungen vorbringen. Alle Poster der Infomesse sind schon jetzt auf der Website www.windpark-gahrenberg.de zu finden. Nachdem ein Gutachterbüro sie erstellt hat, werden auch die Visualisierungen des Windparks auf der Website präsentiert.

Pressemitteilung als pdf

Fotos der Infomesse Gahrenberg

 

März 2017: Errichtung eines Windmessmastes

Die Bietergemeinschaft hat die Baugenehmigung für einen Windmessmast erhalten. Aktuell werden Vorarbeiten durchgeführt, die Errichtung des Messmastes ist für Anfang April 2017 vorgesehen.

 

Projektinfos

Standort

Standort Windpark Gahrenberg

Die Vorrangfläche KS 26 im Teilregionalplan Energie Nordhessen ist ein rund 500 Hektar großes Gebiet zwischen Hann. Münden und Reinhardshagen. Bis zu 17 Windenergieanlagen könnten in der Vorrangfläche gebaut werden.

Wir haben bereits umfassende Winduntersuchungen mit Hilfe eines Windmessmastes (2017-2019) und drei LiDAR-Messungen (2017-2018) am Standort durchgeführt. Unsere Prognosen lassen einen sehr guten Windertrag von ca. 7,2 Meter pro Sekunde auf Nabenhöhe erwarten.

Neben den Untersuchungen zur Windgeschwindigkeit werden in der Detailplanung auch die Auswirkungen des Windparks auf Natur und Mensch ermittelt. So werden umfangreiche Gutachten zu den Aspekten Schall und Schatten, Landschaftsbild, Denkmalschutz und zum Vorkommen verschiedenster Tierarten erstellt.

Das Orkantief Friederike führte im Jahr 2018 zu umfangreichen Kahlflächen im Planungsgebiet. Diese bereits geschädigten Bereiche werden in der Planung vorrangig verwendet (für Kranstellflächen, Zuwegungen und Fundamente), um Eingriffe in die bestehenden Waldbestände so weit wie möglich zu minimieren.

Darüber hinaus hat das Gebiet überwiegend den Charakter eines Plateaus und weist darum nur geringe Höhendifferenzen innerhalb des Windparks auf. Dies wirkt sich positiv auf die Bauausführung aus, da der Bedarf an Böschungen und Aufschüttungen deutlich reduziert wird – was wiederum mit einem geringeren Eingriff in den Naturraum einhergeht.

Wo der Windpark ans Netz angeschlossen wird, entscheidet der Netzbetreiber. Mit dem Umspannwerk in Hann. Münden und der direkt am Windvorranggebiet vorbeiführenden Freileitung sind die Voraussetzungen sehr gut.

Um Windkraftanlagen im Wald zu bauen, sind Eingriffe in Form von Rodungen nötig. Moderne Windkraftanlagen benötigen eine Fläche von etwa 1 bis 1,2 Hektar, die zum Teil jedoch nur temporär während der Bauphase des Windparks benötigt werden. ABO Energy hat sich früh auf Waldstandorte spezialisiert und hat nach mehr als 190 errichteten Windkraftanlagen im Wald die nötige Erfahrung, den Eingriff so gering wie möglich zu halten.

Je nach verfügbaren Flächen werden die erforderlichen Rodungen durch Ersatzaufforstungen oder durch eine Walderhaltungsabgabe ausgeglichen (s. §12 Abs. 4 HWaldG)

Waldstandorte Planzeichnung

Planzeichnung der Flächeninanspruchnahme einer Windenergieanlage (WEA)

Eine moderne Windenergieanlage benötigt für das Fundament und den Kranstellplatz durchschnittlich eine Fläche von 10.000 bis 12.000 Quadratmetern. Diese Fläche bleibt für die gesamte Betriebsphase des Windparks reserviert und kann in dieser Zeit nicht aufgeforstet werden. Weitere rund 4.000 Quadratmeter werden für Aufbau und Zuwegung benötigt. Diese Flächen werden nach der Inbetriebnahme teilweise zurückgebaut und wie zuvor genutzt. Für Transporte und Materiallagerung nutzt ABO Energy bevorzugt die bestehende Infrastruktur. Das bereits sehr gut vorhandene Wegenetz im Waldbauen wir behutsam aus, um den Eingriff in das Ökosystem zu minimieren.

Anlagentyp

Windkraftanlagen Bis zu 17 WEA
Anlagentyp Nordex N175
Nabenhöhe 179 Meter
Rotordurchmesser 175 Meter
Gesamthöhe 266,5 Meter
Nennleistung 6,8 Megawatt
Erwartete Stromerzeugung ca. 310 Mio. kWh/Jahr, entspricht dem Stromverbrauch von ca. 92.000 Haushalten

 

Zeitplan

Juli 2016 Bietergemeinschaft erhält Zuschlag
Nov.-/Dez. 2016 Vorstellungsrunde bei Bürgermeistern der Anrainergemeinden
April 2017 Errichtung Messmast und Beginn der Messungen
Mai 2017 Erste Infomesse für die Bürger
2017

Genehmigungsplanung:

  • Untersuchung der Fläche und des Umfeldes nach Vorgaben des Landes Hessen
  • Erstellung von Fachgutachten (z.B. Naturschutz, Denkmalschutz)
  • Technische Planung (WEA-Typ, Zuwegung, Netzanschluss)
2019 Abbau Windmessmast
2017-2024 Verzögerung und Abstimmung bzgl. Flugsicherung im Hinblick auf den Flughafen Kassel-Calden
2025-2026 Neue Detailplanung und Antragsvorbereitung
Voraussichtlich Anfang 2027 Antragseinreichung nach BImSchG
Voraussichtlich 2027-2028 Genehmigungsverfahren nach BImSchG
Voraussichtlich 2028-2030 Bau des Windparks Gahrenberg
Voraussichtlich 2031 Inbetriebnahme

 

Die Projektpartner

Über ABO Energy

ABO Energy (ehemals ABO Wind) entwickelt und errichtet erfolgreich Wind- und Solarparks sowie Speicher- und Wasserstoffprojekte. Das 1996 gegründete Unternehmen aus Wiesbaden hat bislang Anlagen mit 6,4 Gigawatt Leistung umgesetzt und etwa die Hälfte davon errichtet. Das jährliche Investitionsvolumen beträgt rund eine Milliarde Euro. Mehr als 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf vier Kontinenten arbeiten mit Elan an der Planung, Finanzierung, Errichtung, Betriebsführung und am Service von Anlagen für eine zukunftsfähige Energieversorgung. 

Über GGEW

Die GGEW AG mit Sitz in Bensheim steht seit 140 Jahren für eine zuverlässige Energieversorgung und regionale Verantwortung. Was einst als kleines Elektrizitätswerk begann, ist heute ein moderner Infrastruktur- und Energiedienstleister, der die Zukunft der Region Bergstraße aktiv mitgestaltet.

Ob Strom, Gas, Wasser, Glasfaser oder Elektromobilität – die GGEW sorgt dafür, dass Menschen und Unternehmen in der Region bestens versorgt sind. Doch sie liefert nicht nur Energie, sie gestaltet die Energiewende aktiv mit – und leistet mit 45 Windkraftanlagen und 43 Photovoltaik-Freiflächenanlagen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieser Herausforderung.

Ein historischer Schritt in der Unternehmensentwicklung war die Fusion mit der ENERGIERIED GmbH & Co. KG im Jahr 2023. Von den neu geschaffenen Synergien für Südhessen profitieren die Kundinnen und Kunden entlang der Bergstraße, im Ried und bundesweit schon heute.

Rund 140.000 Kundinnen und Kunden vertrauen heute auf die GGEW AG. Sie steht für persönliche Ansprechpartner und besten Service vor Ort. Als kommunales Unternehmen investiert die GGEW AG in die Zukunft der Region – in erneuerbare Energien, in moderne Netze und somit in die Lebensqualität der hier lebenden Menschen.

Fragen und Antworten zur Windkraft am Gahrenberg

Nun sind Sie als Anwohner gefragt: Welche Fragen zur Windkraft am Gahrenberg möchten Sie uns stellen? Dafür haben wir ein neues Dialogforum eingerichtet, in dem Bürgerinnen und Bürger mit uns in Kontakt treten können. Erste Fragen über das Formular haben wir bereits persönlich beantwortet.

Häufige Fragen haben wir bereits zusammengetragen und beantwortet.
Weitere Fragen können Sie uns über das folgende Formular stellen. Sofern Ihre Frage von allgemeinem Interesse ist, fügen wir sie anonymisiert zu unserem Fragenkatalog hinzu.

 

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Ihre Frage zur Windenergie Gahrenberg:

Die von Ihnen eingegebenen Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Häufige Fragen

Allgemein

Wie können sich Bürger über den Windpark informieren?

Wir legen großen Wert darauf, die Bürgerinnen und Bürger der Region über unsere Planungen auf dem Laufenden zu halten. Neben dieser Internetseite bieten wir im Laufe der Projektplanung noch viele weitere Möglichkeiten an, sich über den Windpark zu informieren. So organisieren wir Infomessen oder bieten Baustellenführungen an.

Wer profitiert von der Windkraft?

Viele. Grundstückseigentümer erhalten vom Windparkbetreiber für die Fläche des Windparks Pachtzahlungen. Darüber hinaus sind die Windenergieanlagen aber auch hinsichtlich der regionalen Wertschöpfung von großer Bedeutung: Für die Gemeinde sind beispielsweise Gewerbesteuereinnahmen aus dem Windpark, gegebenenfalls auch Einnahmen aus den Verträgen zur Wege- und Kabelnutzung zu erwarten. Zudem profitieren die Gemeinden innerhalb eines 2,5 km Radius von der Kommunalabgabe nach EEG 2023. Außerdem beauftragt ABO Energy nach Möglichkeit ortsansässige Unternehmen, etwa bei der Erstellung von Gutachten, beim Bau der Infrastruktur sowie bei Vermessungsarbeiten. Nach der Fertigstellung des Windparks sind auch während der Betriebsphase Aufträge für Wartung und Pflege der Anlagen zu vergeben, die dauerhafte Einnahmen vor Ort generieren.

Wie sicher sind Windenergieanlagen?

Windenergie ist eine sehr sichere und zuverlässige Art der Stromerzeugung: Moderne Anlagen sind bis zu 98,5 Prozent technisch verfügbar, also betriebsbereit. Technische Störungen führen in den allermeisten Fällen höchstens zu Ertragsausfällen für den Betreiber, nicht jedoch zu Gefahren für die Allgemeinheit. Laut einer Schätzung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Bremerhaven kommt es in Deutschland nur in 0,01 Prozent aller installierten Windkraftanlagen pro Jahr zu Bränden - statistisch betrachtet also einmal in 10.000 Betriebsjahren. Im Zuge der Planungen eines Windparks erstellt ABO Energy individuelle Brandschutzkonzepte und die örtliche Feuerwehr wird für den Notfall eingewiesen. Jede Windkraftanlage wird zudem in regelmäßigen Intervallen gewartet, um mögliche Gefahrenquellen rechtzeitig zu beheben.

 

Vor Ort

Wer wird die Anlagen betreiben? 

Die GGEW AG wird den Windpark Gahrenberg betreiben.

Wie hoch ist die Lärmbelästigung durch die Anlagen und was wird dagegen getan? 

Um eine Genehmigung für eine Windkraftanlage zu bekommen, müssen, wie auch bei jedem anderen Gewerbebetrieb, strenge Schallgrenzwerte der "Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm" eingehalten werden. Zum Vergleich: Eine ruhige Unterhaltung hat eine Emission von etwa 60 dB(A). 

Art der baulichen Nutzung Tags Nachts

Industriegebiet

70 dB(A)    70 dB(A)
Gewerbegebiet 65 dB(A) 50 dB(A)
Kern-, Dorf-, Mischgebiet 60 dB(A) 45 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet     55 dB(A) 40 dB(A)
Reines Wohngebiet 50 dB(A) 35 dB(A)
Kurgebiet, Krankenhaus, Pflegeanstalt 45 dB(A) 35 dB(A)

 

Die Schallbelastungen durch eine Windkraftanlage werden stets unter den ungünstigsten Voraussetzungen berechnet: Der Gutachter unterstellt, die Anlage würde durchgehend auf Volllast (also mit maximal möglicher Leistung) laufen und es gäbe keine sonstigen Umweltgeräusche wie Blätterrauschen oder Verkehrslärm.

 

Macht Infraschall von Windenergieanlagen krank?

Nein. Bislang gibt es keinerlei seriöse wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Infraschall krank macht. Infraschall ist für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbarer Schall unterhalb der Frequenz von 20 Hertz. Viele natürliche Quellen (wie etwa böiger Wind und hoher Seegang), aber auch Autos oder Flugzeuge erzeugen Infraschall. Die Emission durch Windkraftanlagen ist dagegen gering. Schon in wenigen hundert Metern Entfernung ist kaum noch zu unterscheiden, ob Infraschall von einem Windrad oder von einer anderen Quelle – zum Beispiel dem Wind – verursacht wird. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen wie zum Beispiel die Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg oder die Langzeitstudie des technischen Forschungszentrums Finnland (VTT), zusammengefasst hier.

Im April 2021 wurde bekannt, dass die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die Schallbelastung durch Windkraftanlagen jahrelang zu hoch veranschlagt hat. Ihre Studie „Der unhörbare Schall von Windkraftanlagen“ von 2005 wird oft als Argument gegen die Errichtung von Windkraftanlagen herangezogen. Experten schätzen, dass durch diesen Rechenfehler die Infraschallwerte insgesamt um den Faktor 10.000 zu hoch angesetzt wurden.

Was wird getan, damit Lichtsignale an Windrädern weniger stören? 

Mit der Novellierung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV) sind wir zur Installation einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung verpflichtet. Diese sorgt dafür, dass Windenergieanlagen nur dann leuchten, wenn es nötig ist, beispielsweise wenn sich ein Flugzeug nähert.

Werden Schlagschatten der Rotorblätter auf den Ort fallen?

Je nach Stand der Sonne werfen Rotoren Schatten auf die Umgebung. Das kann für Anwohner unangenehm sein. Deswegen ist die maximal zulässige Belästigung strikt limitiert. Wirft eine Windkraftanlage an einem einzelnen Tag mehr als 30 Minuten lang Schatten auf ein Wohnhaus, wird die Anlage automatisch abgeschaltet. Das gleiche gilt, wenn die Belastung durch Schattenwurf innerhalb eines Jahres 30 Stunden erreicht hat. Durch den Einbau eines so genannten Schattenwurfmoduls in der geplanten Windenergieanlage wird sichergestellt, dass die oben genannten Grenzwerte für Schattenwurf überall eingehalten werden. 

Mindern Windkraftanlagen den Wert von Immobilien? 

Nein. Es gibt viele Gründe für den Wertverfall von Immobilien. Der wichtigste Faktor ist der demographische Wandel, durch den die Bevölkerung vor allem in ländlichen, strukturschwachen Regionen abnimmt und damit die Nachfrage nach Immobilien sinkt. Der Einfluss von Windenergieanlagen auf die Immobilienpreise ist dagegen zu vernachlässigen. Das belegen viele wissenschaftliche Untersuchungen.

Die aktuellste Studie zu diesem Thema wurde 2022 in Frankreich von der ‚Agence de la transition écologique‘ (Agentur für den ökologischen Wandel) veröffentlicht. Sie kommt zu dem Schluss, dass Windenergieanlagen bei 90 Prozent der Häuser, die zwischen 2015 und 2020 verkauft wurden, keinen und bei zehn Prozent dieser Häuser nur minimalen Einfluss auf die Preise haben. Die gemessenen Auswirkungen ähneln denen anderer Infrastrukturobjekte, etwa Mobilfunkmasten. Die Haupteinflussfaktoren auf den Preis von Immobilien sind räumliche Struktur, Lebensstandard in der Region und Nähe zu touristischen Attraktionen.

Zu ähnlichen Schlüssen kommen auch ältere Untersuchungen aus Deutschland, zum Beispiel eine Studie aus Aachen oder der Grundstücksmarktbericht 2015 für die Bereiche der kreisfreien Städte Emden und Wilhelmshaven und der Landkreise Aurich, Friesland, Leer und Wittmund.

Wie viel Abrieb löst sich von Windkraftanlagen?

Die Rotorblätter von Windkraftanlagen sind Umwelteinflüssen ausgeliefert, die das Material angreifen. Der Verschleiß, der durch den Abrieb der Blattoberfläche an der Vorderkante der Rotorblätter entsteht, tritt meist an den Blattspitzen auf. Im Betrieb erreichen die Blattspitzen Höchstgeschwindigkeiten von 250 bis 360 Kilometern pro Stunde. Bei dieser Geschwindigkeit wirken Regentropfen, kleine Staubpartikel, Salz oder Umweltchemikalien auf das Blattmaterial ein und es können sich kleine Partikel aus der äußersten Materialschicht des Blattes lösen. Derzeit existieren nur wenige Untersuchungen zur Menge der abgelösten Partikel bei Windkraftanlagen und es bedarf weiterer Forschung. Der Bundesverband Windenergie geht von einem Mittelwert aus zwei Schätzungen von 2,74 Kilogramm pro Anlage und Jahr aus und hat damit eine Abriebmenge von rund 78 Tonnen pro Jahr für alle deutschen Windkraftanlagen errechnet. Eine dänische Studie aus dem Jahr 2024 gibt für eine Onshore-Windkraftanlage eine jährliche Erosion zwischen 24 und 150 Gramm an. Für alle deutschen Windkraftanlagen an Land sind das pro Jahr rund 4 Tonnen. Zum Vergleich: Die Abriebwerte von Reifen belaufen sich jährlich auf etwa 102.000 Tonnen. Außerdem ist die Konzentration der Partikel gering, da sie sich in großer Höhe lösen und vom Wind verteilt werden.

Ist der Abrieb von den Rotorblättern schädlich?

Die äußerste Schicht der Rotorblätter bildet ein Decklack, der aus Polyurethan, Epoxid- oder Polyesterharz besteht. Diese Kunstharze besitzen im ausgehärteten Zustand keine gesundheitsschädlichen Eigenschaften. Zum Erosionsschutz wird zusätzlich eine Schutzfolie oder ein spezieller Schutzanstrich aufgebracht, der auch bei Flugzeugen und Hubschraubern zum Schutz der Tragflächen und Rotorblätter eingesetzt wird. In der Diskussion stehen auch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS), die in den Kunststoffen der Anlagen gebunden sind und dort kaum herausgelöst werden können, da sie zur Haltbarkeit und Stabilisierung gegen Partikelerosion beitragen sollen.
Der Abrieb führt über die Zeit zu einer Verschlechterung der Aerodynamik des Rotorblattes und folglich zum Ertragsverlust der Anlage. Auch aus diesem Grund werden die Anlagen mitsamt den Rotorblättern regelmäßig kontrolliert und Maßnahmen zur Instandhaltung umgesetzt. Dazu gehört das Auftragen von Schutzlacken oder Schutzfolien oder bei starken Beschädigungen der Austausch von Rotorblättern. 

Welche Maßnahmen sind gegen Eisschlag bei Windkraftanlagen vorgesehen?

Wenn es kalt ist, bildet sich an Objekten unter freiem Himmel mitunter Eis. Das ist bei Windenergieanlagen nicht anders als bei Bäumen oder Dachrinnen. Um einen Eisabwurf zu verhindern, verfügen Windenergieanlagen jedoch über vielfältige Vorkehrungen. Unter anderem besitzen sie unterschiedliche technische Einrichtungen zur automatischen Eiserkennung. Wird eine Vereisung der Rotorblätter festgestellt, fährt das Steuerungssystem die Windenergieanlage herunter. Auf der Basis von aktuellen meteorologischen Messwerten (Windgeschwindigkeit und Umgebungstemperatur) ermittelt es automatisch eine Wartezeit, in der die Rotorblätter abtauen. Erst nach Ablauf dieser Wartezeit fährt die Anlage bei ausreichender Windgeschwindigkeit selbstständig wieder an.

Gut sichtbare Eiswarnschilder warnen überdies vor herabfallendem Eis von stillstehenden oder trudelnden Anlagen. Sie würden an den Zufahrts- sowie Zugangswegen des Windparks in ausreichender Entfernung aufgestellt werden. Das Eisabwurfrisiko von stehenden oder trudelnden Windenergieanlagen ist aber nicht höher als jenes von Bäumen im Wald.

 

Der produzierte Strom

Ist der von Windrädern produzierte Strom zu teuer?

Nein. Windkraft an Land ist die effektivste und kostengünstigste Methode, um klimafreundlich Strom zu produzieren. 2022 steuerte die Windkraft an Land rund 49 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren zum Energiemix Deutschlands bei. Die frühere EEG-Umlage für Stromkunden ist gestrichen. Der weitere Ausbau der Windkraft ist unverzichtbar für eine bezahlbare Energiewende. Bei der Stromerzeugung durch Windenergie entstehen zudem praktisch keine Abgase, Abfälle oder Abwässer und damit so gut wie keine Folgekosten. Externe Folgekosten sind Kosten durch Umweltzerstörung, die nicht im Strompreis berücksichtigt werden und die die Allgemeinheit trägt. Würden die gravierenden Folgekosten der Produktion von Atom- sowie Kohlestrom (Endlagerung, Umweltschäden usw.) nicht aus Steuermitteln bezahlt, sondern auf den Strompreis umgelegt, wäre das für Stromkunden sehr teuer. 

Gefährdet Windkraft die Grundversorgung mit Strom?

Nein. Aber die Erzeugung von Windenergie unterliegt witterungsbedingten Schwankungen. Für diese Herausforderung gibt es jedoch Lösungen: kombinieren, verteilen und speichern. In keiner Weise gefährdet der Ausbau der Windkraft die Grundversorgung.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, eine verlässliche Grundversorgung durch Windenergie zu gewährleisten: Sei es der flächendeckende Ausbau der Windenergie an Land, die Nutzung der Offshore-Potenziale, die Weiterentwicklung von Speichertechnologien oder die Kombination mit flexiblen Gaskraftwerken sowie anderen Erneuerbaren. Denn meist scheint entweder die Sonne oder der Wind weht, so dass an fast allen Tagen im Jahr eine der beiden Quellen Energie liefert. Aus Biomasse, Wasserkraft und Geothermie kann wetterunabhängig immer Strom gewonnen werden. So können naturbedingte Schwankungen bei der Einspeisung von Windenergie ausgeglichen werden. Ferner wird ein leistungsfähigeres Netz künftig mehr Strom aufnehmen können und eine bessere Verteilung gewährleisten. So lässt sich der derzeitige Missstand beseitigen, dass Windräder an windreichen Tagen mitunter mehr Strom produzieren, als ins Netz eingespeist werden kann.

Um eine gleichmäßigere Einspeisung zu erreichen und Spitzen abzuschwächen, besitzen moderne Onshore-Anlagen größere Rotoren, die ihre kleineren Generatoren auch bei wenig Wind antreiben. So werden insgesamt deutlich mehr Volllaststunden bei gleichmäßiger Stromeinspeisung erreicht. Moderne Anlagen übernehmen zudem immer mehr Systemdienstleistungen und tragen damit zur Netzstabilität bei. Um Produktionsspitzen abfangen zu können, werden zusätzlich verschiedene Technologien für eine lokale Stromspeicherung entwickelt.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist der Ausbau der erneuerbaren Energien sehr sinnvoll, denn es werden nicht nur neue Arbeitsplätze mit guter Zukunftsperspektive geschaffen. Deutschland macht sich damit außerdem unabhängiger von externen Brennstofflieferungen. Hinzu kommen Umweltprobleme, allen voran der Klimawandel und der damit einhergehende Biodiversitätsverlust, denen erneuerbare Energien wie Windkraft wirkungsvoll begegnen können.

Bleibt der Strom in der Region?

Die geplanten Windenergieanlagen werden den klimafreundlich produzierten Strom in das lokale Netz einspeisen. Der erzeugte Strom wird also regional verteilt und verbraucht. Da der Strom aus verschiedenen Erzeugungsanlagen im Netz zusammenläuft und dort nicht etwa nach erneuerbaren oder fossilen Erzeugungsquellen unterschieden wird, kommt in jeder Steckdose ein Strommix aus verschiedenen Produktionsquellen an. Strom aus Windkraftanlagen, wie sie in der Region geplant sind, erhöht jedoch den Anteil des aus erneuerbaren Energiequellen produzierten Stroms im Netz und damit auch den Anteil an Windstrom im eigenen Haushalt.

 

Natur- & Artenschutz

Verträgt sich der Bau eines Windparks mit Natur- und Artenschutz?

Ja. Beim Bau von Windenergieanlagen spielt der Schutz von Natur und Umwelt eine zentrale Rolle. Dennoch ist die Errichtung von Windenergieanlagen natürlich ein sichtbarer Eingriff ins Landschaftsbild. Ein weitaus erheblicherer Eingriff in die Natur ist aber auch Vorrausetzung für die Produktion von Atom- oder Kohlestrom. Im Unterschied zu Kohlegruben oder Atomkraftwerken lassen sich Windenergieanlagen nach Ablauf ihrer Betriebszeit komplett zurückbauen und sie hinterlassen weder strahlenden Atommüll noch riesige Löcher in der Erde. Ungeachtet dessen sind im Vorfeld des Baus eines Windparks strenge gesetzliche Rahmenbedingungen zu beachten. Gemäß den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sind die vorhabenspezifischen Wirkungen auf Natur und Landschaft zu untersuchen. Daher kooperiert ABO Energy mit unabhängigen Arten- und Naturschutzgutachtern. Nur wenn garantiert ist, dass sämtliche gesetzliche Rahmenbedingungen eingehalten und keine bedrohten Tierarten durch die Anlagen gefährdet sind, wird der geplante Windpark auch realisiert. 

Wie gleicht ABO Energy den Eingriff in die Natur aus?

Trotz aller Vorsicht bedeutet der Bau eines Windparks immer auch einen Eingriff in die Natur. Zur Kompensation setzt ABO Energy umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen um. Dank der Ausgleichsmaßnahmen bereichert der Windpark die Region auch ökologisch und verbessert das Landschaftsbild an vielen Stellen. Wir legen Streuobstwiesen an, pflanzen hochwertige Mischwälder oder entsiegeln Flächen durch den Abriss von nicht mehr genutzten Gebäuden und schaffen dadurch Biotope mit hohem Artenreichtum. Weitere Beispiele für mögliche Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen finden Sie hier.

Wird die Wasserqualität durch den Bau des Windparks beeinträchtigt?

Nein. Regen versickert weiterhin dort, wo er niederfällt. Er wird durch die Windenergieanlagen nicht aufgefangen oder abgeleitet. Natürlich erfordert der Betrieb des Windparks (wie übrigens auch der Betrieb von Autos, Motorrädern und vielen anderen technischen Geräten) den Einsatz von Stoffen, die nicht ins Trinkwasser gehören. Getriebeöl zum Beispiel. Dafür gibt es jedoch strenge gesetzliche Vorschriften, die den Umgang mit diesen Materialen regeln. Diese Regeln werden beim Bau und Betrieb der Anlagen selbstverständlich eingehalten. Das minimiert die Umweltrisiken.

Wird der touristische Wert der Region durch den Windpark gemindert?

Nein. Windkraft und Tourismus passen gut zusammen. Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2021 der Agentur für Erneuerbare Energien finden 83 Prozent der Befragten die stärkere Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien wichtig bis außerordentlich wichtig. Windkraftanlagen sind ein sichtbares Zeichen, dass eine Region den Klimaschutz ernstnimmt. Die „Reiseanalyse 2015“ stellte fest, dass nur 0,8 Prozent der Urlauber wegen Windkraftanlagen eine Region meiden würden. Zu ähnlichen Ergebnissen kam die schottische Studie „Wind Farms and Tourism Trends in Scotland“. Auch in Österreich, das durch seine Berge viele Touristen anzieht, haben Windparks keinen feststellbaren negativen Einfluss auf Übernachtungszahlen.

Bei unseren Projekten arbeiten wir eng mit den lokalen Tourismusverbänden zusammen, um nach Möglichkeit mit gemeinsam entwickelten Angeboten die Region zu stärken. Das können unter anderem Wanderwege sein, die mit Infotafeln und Spielstationen zum Thema erneuerbare Energien die ganze Familie ansprechen. Einige Beispiele für solche Angebote finden Sie hier

 

Technisches

Warum stehen Windkraftanlagen still, obwohl Wind weht?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Das kann zu einen Windstille sein, denn die Anlagen brauchen eine gewisse Anlaufgeschwindigkeit, um sich in Bewegung zu setzen. Doch auch bei zu viel Wind bzw. Sturm dreht sich eine Anlage automatisch aus dem Wind, um Schäden zu vermeiden. Zudem kann eine Anlage für Wartungen oder Reparaturen abgeschaltet worden sein.

Auch gibt es Abschaltgründe, um Menschen und Tiere zu schützen. Der Schattenwurf einer Anlage auf Wohnhäuser darf bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten (siehe „Vor Ort“), danach wird die Anlage abgeschaltet. Auch Fledermäuse und Vögel können der Grund für stillstehende Anlagen während Brut- und Jagdzeiten sein.

Ein weiterer häufiger Grund sind Überkapazitäten in den Stromnetzen. Üblicherweise werden dann die flexiblen Windkraftanlagen zuerst abgeschaltet, da konventionelle Kraftwerke schwerfälliger sind. Die Stromnetze müssen daher stärker ausgebaut werden, um in Zukunft die steigende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aufnehmen zu können. 

Wie viel Raum benötigt der Kranstellplatz?

Jede Windenergieanlage benötigt einen Kranstellplatz, der auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern mit wasserdurchlässigem Schotter befestigt wird. Zusätzlich beansprucht der Bau einer Windenergieanlage temporäre Areale zur Lagerung und Montage, die nach der Fertigstellung des Windparks wieder in den Ursprungszustand zurückgebaut werden. Lediglich im Bereich des Fundaments, das auf die Ableitung der hohen statischen Lasten ausgelegt und dimensioniert ist, erfolgt auf einer Fläche von rund 400 Quadratmetern eine Vollversiegelung.

Gibt es ein Brandschutzkonzept?

Ja. Grundsätzlich ist Windenergie eine sehr sichere und zuverlässige Art der Stromerzeugung: Moderne Anlagen sind während ihrer gesamten Betriebszeit bis zu 98,5 Prozent technisch verfügbar, das heißt betriebsbereit. Technische Störungen führen in den allermeisten Fällen höchstens zu Ertragsausfällen für den Betreiber, nicht jedoch zu Gefahren für die Allgemeinheit. Laut einem Faktenpapier des Hessischen Wirtschaftsministeriums zur Sicherheit von Windenergieanlagen ist das Risiko für einen Brand mit 0,01 % bis 0,04 % nur sehr gering.

Dennoch erstellt ABO Energy im Zuge der Planungen eines Windparks individuelle Brandschutzkonzepte. Auch die örtliche Feuerwehr wird für den Notfall eingewiesen.

 

Wie wird der Rückbau der Anlagen so abgesichert, dass die Gemeinschaft nicht die späteren Rückbaukosten übernehmen muss?

In jedem Nutzungsvertrag mit den Standorteigentümern wird von ABO Energy eine Rückbaubürgschaft garantiert. Die Höhe dieser Rückbaubürgschaft wird von der Genehmigungsbehörde bestimmt. Ihre vertragliche Garantie ist Voraussetzung dafür, die Genehmigung zum Beginn der Baumaßnahmen zu erhalten. Der Bau von Windenergieanlagen darf also erst beginnen, wenn die Bankbürgschaft über den festgelegten Betrag tatsächlich hinterlegt ist. Eine Windenergieanlage besteht zum Großteil aus Stahl und anderen Wertstoffen, die nach Beendigung des Betriebs recycelt werden. Zum Beispiel landen Beton und Stahl in der Regel direkt im Straßenbau vor Ort oder im Stahlwerk. 

Bis in welche Tiefe müssen die Fundamente zurückgebaut werden?

Die Fundamente müssen vollständig zurückgebaut werden. Im Nutzungsvertrag verpflichtet sich der Betreiber der Windenergieanlagen, die Fundamente vollständig zu entfernen sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen abzubauen. Die Statik der Anlagen ist so ausgerichtet, dass die Fundamente eher in die Fläche als in die Tiefe gehen. Je nach Bodenbeschaffenheit sind sie in der Regel nicht tiefer als drei bis vier Meter.

Warum werden die Anlagen nach 25 Jahren zurückgebaut?

Dem Betrieb einer Windkraftanlage auf einem Grundstück liegt ein Pachtverhältnis zugrunde, welches das Eigentum an Grund und Boden vom Eigentum an der Windkraftanlage eindeutig trennt. Bei einer Windkraftanlage handelt es sich um einen sogenannten Scheinbestandteil, der nur vorübergehend auf dem jeweiligen Grundstück betrieben wird. Diese vorübergehende Nutzung wird durch eine Befristung des Pachtverhältnisses zeitlich begrenzt, wobei aus rechtlichen Gründen ein Vertrag zwischen Verpächter und Betreiber nicht länger als 30 Jahre bestehen sollte, da sonst dieses Prinzip der vorübergehenden Nutzung eines Grundstücks in Frage stehen könnte. Nach dem Ablauf des Vertrags, kann zwischen den Parteien ein neuer Vertrag geschlossen werden.

Die Windkraftanlage zum Ablauf der Vertragsdauer rückzubauen und gegebenenfalls durch eine neue zu ersetzen, ist in den meisten Fällen sinnvoll, da die technische Lebensdauer einer Anlage heute bei 25 bis 30 Jahren liegt. Neben dem gewöhnlichen Verschleiß spricht noch ein anderes Argument für den Ersatz älterer Anlagen: Die Windkraft als relativ junge Technologie entwickelt sich rasant weiter. In den letzten 30 Jahren hat sich die durchschnittliche Leistungsfähigkeit von Windenergieanlagen von 260 Kilowatt auf über 6.000 Kilowatt mehr als verzwanzigfacht. In den nächsten 20 bis 30 Jahren wird es voraussichtlich ähnlich dynamische Fortschritte geben. Der Ersatz älterer Anlagen durch neuere, das so genannte Repowering, macht so einen vielfach höheren Stromertrag mit weniger Anlagen möglich.

Ist nach der Vertragsdauer Windkraft an einem Standort nicht mehr erwünscht, kann auf den Ersatz einer abgebauten Anlage natürlich auch verzichtet werden. Der vollständige Rückbau von Windenergieanlagen ist – anders als etwa der von Atomkraftwerken oder Kohlegruben – problemlos möglich.

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